
Unser Betrieb, der Wieshof ist 1962 vom Neni von Michael von einem Onkel seiner Mutter gekauft worden. Damals bestand der Hof lediglich aus einem alten Weidestall und etwa 3 Hektaren Boden. Durch den Erwerb von Ortsgemeindeboden konnte der Hof ausgesiedelt werden. Der Neni betrieb Milchwirtschaft und transportierte im Nebenerwerb Kohle.
1992 übernimmt Alois, der Sohn vom Neni und der Vater von Michael den Hof. Der Betrieb geht somit in die zweite Generation über. Seit Alois mitarbeitet wird auch Acker- und Gemüsebau betrieben. Nach der Übernahme wurde 2001 ein neuer Milchviehstall gebaut. So entwickelte sich der Betrieb von der Anbindehaltung zum Laufstall mit Melkstand mit 2x 4 Plätzen. 2010 wurde der Laufstall verlängert und bietet nun Platz für 62 Kühle.
Im Januar 2020 wird der Hof nun von der nächsten Generation übernommen. Michael und Vreni führen den Betrieb in der dritten Generation mit Ihrer Familie weiter. Und auch die erste Veränderung ist bereits geplant. Die Kühe werden zukünftig mit einem Lely Melkroboter gemolken, so wird zusätzlich Platz für einen grosszügigen Abkalbebereich geschaffen.

Unser Betrieb hat zwei Hauptbetriebszweige, die Milchwirtschaft und den dazugehörigen Futterbau sowie den Gemüsebau.
Aktuell melken wir durchschnittlich 57 Milchkühe und vermarkten jährlich ca. 432’000 Liter Milch.
Wir bewirtschaften 38 ha Landwirtschaftliche Nutzfläche. Unser Boden ist hauptsächlich Rheinschwemmland und dadurch sehr fruchtbar und sehr gut ackerfähig.
Durch das milde Klima, das wir den häufigen Südwindlagen (Föhn) verdanken, haben wir uns auf den Anbau von frühen Karotten und Kartoffeln spezialisiert. Diese werden, sobald es die Temperaturen erlauben, ausgesät, gesteckt und mit Flies abgedeckt. Dies ermöglicht eine frühere Ernte. Schweizweit gehört unsere Föhnregion, nebst dem Tessin und der Genferseeregion, zu einer der frühsten Ernteregionen.
Wir bauen ausserdem jeweils Blumenkohl oder Brokkoli für das Unternehmen «Feldhof Gemüse» in Oberriet an, Spinat für die «Hilcona» in Schaan, sowie Sommerkarotten und Herbstkartoffeln für die Firma «Fenaco und Herrmann Gemüse» Bad Ragaz.
Uns ist es wichtig eine gute Bodenfruchtbarkeit zu erhalten. Wir machen viel Zwischenfutter (Gras zwischen den Ackerkulturen), um unseren Kühen eigenes Futter geben zu können und damit sich der Boden erholen kann. Zudem versuchen wir die abgeernteten Böden so schnell wie möglich wieder zu bepflanzen/säen damit möglichst wenig Humus und Nährstoffe ausgewaschen werden.
Uns ist es wichtig möglichst viel Futter für unsere Tiere selbst zu produzieren. Deshalb kaufen wir nur wenig Heu und in manchen Jahren etwas Mais zu, dieses kommt dann aber direkt vom Feld des Nachbarn. Ausserdem kaufen wir Stroh und Kraftfutter zu. Wir legen Wert darauf eine möglichst gute Grundfutterqualität zu erreichen, damit wir wenig Kraftfutter benötigen.
Unsere Kühe gehören den Rassen Braunvieh, Holstein und Montbéliard an. Wir möchten in Zukunft in der Zucht auf ein wenig verbreitet, aber bewährtes System der Kreuzungszucht setzen. Dabei werden vor allem die Gesundheitsmerkmale der Tiere verbessert und die Tiere werden älter. Auch Inzucht ist kein Thema mehr dank der drei verschiedenen Rassen. Ausserdem setzen wir in der Zucht auf die ursprüngliche Milch, die A2 Milch. A2-Milch ist für den Menschen sehr bekömmlich und unterscheidet sich im Beta-Kasein von herkömmlicher Milch. Sie stammt von Kühen mit dem genetischen Merkmal A2A2. Im Volksmunde wird sie oft auch «Urmilch» genannt, da die Vorfahren unserer heutigen Rinderrassen nur die Genvariante A2A2 aufwiesen. Im Laufe der Zeit kam durch eine Mutation das Kasein A1 hinzu. Nicht nur Kühe geben A2-Milch, auch die Milch von Schafen und Ziegen enthält den Beta-Kaseintypen A2. Wir haben all unsere Kühe bezüglich dieses genetischen Merkmales getestet, bereits 32 Tiere weisen die reine Genvariante A2A2 auf.


